Archiv der Kategorie 'Allgemein'

Sur l‘eau schafft es nicht in die Gremien

Das Ergebnis der Gremienwahlen 2010 liegt vor, zur kommenden Legislatur wird Sur l‘eau die Sitze im Fachschaftsrat FGSE sowie im Studierendenrat abgeben müssen.

Wir danken allen Wählerinnen und Wählern für ihre Unterstützung und ihr Vertrauen.

Eine Wahlniederlage bedeutet nicht das Ende für Sur l‘eau. Wir werden uns weiterhin für unsere erklärten Ziele in den Gremien engagieren und euch hier darüber auf dem laufenden halten.

Die Ergebnisse im Überblick:

Studierendenrat:

LHG 1| RCDS 1| JuSo 2| Ghg 4| Human Agents 2| L.-Ing. 2| Sekt 1| Piraten 1|FIN 1

Fachschaftsrat FGSE:

Ghg 3| JuSo 3

Wahlaufruf 2010

Auch in diesem Jahr gibt es wieder einen gemeinsamen Wahlaufruf der Hochschulgruppen der OvGU:

///Erklärung gegen mehr als Rechts

Ideologisierte Denkmuster sind allgegenwärtig: Antidemokratisches, nationalistisches, antisemitisches, rassistisches, homophobes und/oder sexistisches Gedankengut ist nicht nur in organisierter Form zu finden, sondern betrifft alle Ebenen der Gesellschaft, so auch
den universitären Alltag. Daher rufen die Hochschulgruppen der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg zu einer aktiven Auseinandersetzung mit dieser Problematik auf.

Wie schon in der Erklärung vom letzten Jahr angemerkt wurde, darf Kritik nicht nur den Menschen gelten, die sich offen als Neonazis zu erkennen geben, sondern auch solchen, die den universitären Alltag durch oben genannte Denkmuster unerträglich machen. Es gilt nach wie vor, in Seminaren, Hochschulgremien und überall sonst menschenverachtende Ideologie aufzudecken und zu thematisieren.

Wir, die unterzeichnenden Hochschulgruppen, widmen uns neben den üblichen Tätigkeiten, der studentischen Selbstverwaltung und Mitbestimmung, der Durchsetzung einer weltoffenen Universität, in der Jede/r ohne Angst verschieden
sein kann. Wir stehen für:

– die Wahrung der Würde jedes einzelnen Menschen
– die Wahrung der Meinungsfreiheit und des gelebten Pluralismus
– ein internationales Hochschulleben
– ein gleichberechtigtes und friedliches Zusammenleben aller Menschen
– demokratische Prinzipien als Grundsatz allen Engagements

Nehmt euer Recht wahr, geht am 1. & 2. Juni wählen.

Gremienwahlen 2010 – 1. und 2. Juni

Unter dem Menüpunkt „Wahlprogramm / election manifesto“ findet ihr unser Wahlprogramm für die diesjährigen Gremienwahlen.

Zwei Jahre Sur l‘eau in den Gremien

…das bedeutet zwei Jahre erfolgreiche und engagierte Arbeit für die Studierendenschaft. Auch in dieser Legislatur konnten wir die Kernpunkte unserer aufgestellten Ziele als zentrale Themen in die studentischen Gremien einbringen und etablieren. Exemplarisch sei auf die Positionierung des Studierendenrates zur Änderung des Landeshochschulgesetzes verwiesen, welche es ohne die Hochschulgruppe Sur l‘eau nicht gegeben hätte, sowie auf unseren Einsatz für den Verbleib des Projekt 7 in studentischer Selbstverwaltung. Nach wie vor wollen wir uns aber nicht auf unseren Erfolgen ausruhen, sondern nachdrücklich und fortlaufend für eine kritische Auseinandersetzung mit dem universitären Alltags- und Wissenschaftsbetrieb eintreten. So bleibt es eine Selbstverständlichkeit, nicht nur für eine bilinguale Uni – also die konsequente Öffnung des universitären Raumes für die englische Sprache –, sondern auch für eine sächliche und geschlechtsneutrale – und somit eben nicht männlich geprägte – Sprache in allen Ebenen der Hochschule einzustehen.

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Gedenken am Synagogenmahnmal

Ankündigung der AG Emanzipative AntifaschistInnen anlässlich des Gedenkes an die Opfer der Novemberpogrome 1938:

9novklein

9.11.2009 | 15Uhr | Synagogenmahnmal | Julius Bremer Str.

Am 9. November 1938 kam es in Deutschland und Österreich zu den bis dahin heftigsten Ausbrüchen von antisemitischer Gewalt. Die SA, bejubelt und unterstützt von der deutschen Bevölkerung, zog brandschatzend durch die Straßen. Die ungezügelten Gewalttaten richteten sich gegen Synagogen, jüdische Geschäfte sowie Friedhöfe, auch Jüdinnen und Juden selbst wurden Ziel des Mobs. Im Verlauf der Ausschreitungen wurden mindestens 8000 Geschäfte zerstört1, fast alle Synagogen wurden niedergebrannt oder erheblich beschädigt. Mindestens 400 Menschen fielen der deutschen Raserei an diesem Tag zum Opfer2. 30.000 jüdische Menschen wurden verhaftet und in verschiedene Konzentrationslager deportiert. Wahrnehmbarer Protest oder Widerstand dagegen regte sich nicht.

Am 9. November zeigte sich perfide, wie sich „ganz normale“ Menschen und Eliten im antisemitischen Terror einten: Während von der NSDAP-Elite die Anweisungen ausgegeben wurden, den Terror gegen die Jüdinnen und Juden nun ganz offen zu begehen, begleitete eine wütende, hasserfüllte Menge aktiv die SA, plünderte und mordete in manchen Gegenden noch Tage lang weiter. Mit diesem unglaublichen Akt der Gewalt wurde das fortgeführt, was sich schon mit etlichen früheren Demütigungen und Diskriminierungen gegen Jüdinnen und Juden angedeutet hatte: der offene Antisemitismus des Nationalsozialismus, der schlussendlich in der Shoa gipfelte.
Auch wenn der deutschen Barbarei und damit der massenhaften, industriell durchgeführten Vernichtung mit dem 8. Mai 1945 ein vorläufiges Ende bereitet wurde, vergeht heute kaum ein Tag, an dem nicht von neuen antisemitischen Untaten berichtet werden muss…

Wir rufen deshalb für den 9. November 2009 dazu auf, der Opfer der deutschen Verbrechen zu gedenken und wollen daran erinnern, dass der Antisemitismus, wenn auch in anderer Form, nach wie vor latent in der Gesellschaft vorhanden ist.

Im Gedenken an die Opfer der Novemberpogrome und der Shoa wollen wir an der alljährlich stattfindenden Kundgebung der Stadt und der jüdischen Gemeinde Magdeburg am Synagogenmahnmal teilnehmen.

  1. Vgl.: http://shoa.de/holocaust/ausschreitungen-und-judenpolitik-nach-1935/52.html. [zurück]
  2. Vgl.: http://www.antisemitismus.net/shoah/kristallnacht.htm. [zurück]

Offener Brief zur Situation im Iran

Derzeit kursiert an der Uni Magdeburg ein offener Brief zur Situation im Iran, der auch vom Studierendenrat und dem Fachschaftsrat der Fakultät für Geistes-, Sozial- und Erziehungswissenschaften unterzeichnet worden ist. Aus gegebenem Anlass wollen wir den Brief hier dokumentieren:

Nimm dir einen Moment Zeit und stell dir vor, du würdest nicht an der Universität in Magdeburg studieren oder dozieren, sondern an der Universität in Teheran, Isfahan oder Shiraz, du lebst also im Iran! Am 12. Juni bist du vielleicht zu den Wahlen gegangen, auch wenn du feststellen musstest, dass dein Kandidat, wie mehrere 100 andere, vom diktatorischen Wächterrat nicht zu den Wahlen zugelassen wurde.

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